Infinity: Spielweise
#1
Hallo zusammen,

meine Gruppe und ich spielen gerne Infinity, nun in der 4. Edition. Nach der anfänglichen Ausprobiererei haben wir festgestellt, dass schwere Waffen (Spitfire, HMG, Raketenwerfer etc.) schon gut sind, und nutzen diese gerne.  Wink Durch die Waffen, in Kombination mit dem aufgebauten Gelände und den zähen Feuerteams kommt es häufig zu einem sehr statischen Feuergefecht. Der Spieler, der dann mehr Ressourcen in dieses Feuergefecht werfen kann, gewinnt entsprechend und kann sich dann die Missionsziele sichern.

Das ist zugegeben etwas langweilig, und ich habe mir Infinity früher immer als sehr dynamisches und taktisches Spiel vorgestellt, dass nicht so sehr davon abhängt, wie viele Würfel man dem Gegner an den Kopf werfen kann. Vor allem die Bewegungen lassen bei unseren Spielen sehr zu Wünschen übrig. Die Mittellinie wird praktisch nie überschritten und die schweren Waffen stehen praktisch immer in der Nähe der Aufstellungszone herum. Das höchste der Gefühle ist, wenn der Spezialist nach vorne rennt, um einen Knopf zu drücken.

Wie ist das bei euch? Läuft das prinzipiell auch so ab, oder schafft ihr das auch anders?

(Ein Feuergefecht lädt natürlich immer zu einem statischen Häuserkampf ein. Nahkampf kommt bei uns leider extrem selten vor, und ja, wir versuchen auch über Flanken/Luftlander zu kommen, allerdings lässt die Spielfeldgröße (32x48 bei 200 Punkten bzw. 48x48 bei 300 Punkten) ein Flanken häufig nicht zu bzw. das Gelände / die Missionsziele erfordern eine Front über die komplette Breite des Spieltischs. Man kann den Gegner also ohne Luftlander nicht wirklich "umgehen". Die Begrenzung auf 3 Runden tut ihr übriges)

Danke & VG,
Thorsten
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#2
Ich habe den dumpfen Verdacht, dass eure Tische viel zu leer sind. Bei vielen offenen Feuerbahnen haben schwere Waffen ganz klar die Nase vor. Auf dichter bebauten Tischen löst sich dieser Vorteil sehr schnell auf.

Magst du vielleicht mal ein paar Bilder davon posten?
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#3
Hi,

ja, klar. Da haben wir immer welche gemacht. (die Fotos sind immer vor dem Spiel gewesen)

Wie würdet ihr das Gelände denn anders aufbauen?

Das "Problem" ist jetzt eigentlich eher nicht, dass die Waffen zu mächtig sind. Der Gegner stirbt einfach nicht daran, weil er zu sehr in Deckung steht, zu viel mit AROs kontern kann und sich dann heilt. Sobald die HMGs / Spitfires mit Rattenschwanz einmal stehen, wird der Team-Leader raus geknallt, liegt in Deckung, wird nächste Runde vom Doc geheilt und weiter geht's. Es braucht halt immer ein paar Befehle um den Status Quo aufzulösen, aber es fehlen dann die Befehle, um Nutzen daraus zu schlagen.

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[Bild: pxl_20201129_14281792dpjbz.jpg]

[Bild: img-20201205-wa00001xkcs.jpeg]

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[url=https://abload.de/image.php?img=pxl_20201129_14281792dpjbz.jpg][Bild: img_20200718_145413wgjbl.jpg]
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#4
Zu allererst: Ich beziehe mich ausschließlich auf 300 Punkte-Spiele auf 48*48-Tischen, da ich schon seit Jahren keine anderen Formate mehr gespielt habe.

Ich hoffe, du nimmst mir die deutlichen Worte nicht übel und ich schreibe das nicht, um euch zu bashen, aber das Problem sind m.E. wirklich eure Tische. Eure Gebäude haben größtenteils die gleiche oder zumindest eine ähnliche Höhe. Dadurch gibt es kaum wirkliche Sichtblocker. Durch Sichtblocker würden aber die schweren Waffen sehr viel schwächer werden. Darüber hinaus habt ihr extrem wenig Scatter-Terrain, weswegen sich Infiltratoren kaum geschützt bewegen können. Die letzten beiden Aufbauten würde ich sogar als unspielbar bezeichnen, da viel zu viele AROs generiert werden (wie gesagt: bitte nicht böse nehmen!). Dadurch sollten einige der genannten Problemen verschwinden.

Schau dir vielleicht mal YouTube-Videos an, die das tatsächliche Spiel auf ausgewogenen Tischen gut wiedergeben.

Hier sind ein paar einschlägige Links:

https://www.youtube.com/watch?v=QhMspvrf9TM

https://www.youtube.com/watch?v=ejD0U25MuGE

https://www.youtube.com/watch?v=Sa0WrC6iNRY (Verzeiht mir, dass ich eure Stunde der Schande verlinke, @Micha und @Tino)

https://www.youtube.com/watch?v=I6SU_otAxGM

Ich kann dir auch gerne eine Runde im Tabletop-Simulator anbieten. Da sagt ein Spiel wahrscheinlich mehr als 10.000 Worte.
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#5
Hi,

danke! Nein, ich nehme es nicht als Bashing auf. Wink
Es ist wahr, dass mehr Streugelände drauf muss. Das Gefühl hatten wir auch. Bei unserem Gelände habe ich nach deinem Post zusätzlich das Gefühl, dass es eher zu binär ist. Entweder steht ein fettes Haus im Weg, oder es gibt eine Schusslinie, wo zwischendrin jedoch hüfthohe Deckung herum steht. Man kann nach vorne kriechen, aber nicht schnell laufen. Es gibt auch zu wenig Winkel im Gelände. Ich denke, es wäre besser, die großen Häuser durch Geländestücke zu ersetzen, die zwar ähnlich hoch (oder unterschiedlich hoch), aber vom Grundriss kleiner sind? Damit könnte man mehr im Zickzack laufen.

Den Tipp mit der Höhe müssen wir ebenfalls einmal ausprobieren. Hier hat sich bei uns jedoch gezeigt, dass diese eher egal ist, weil wir auf den Dächern selten spielen. (nicht weil wir nicht wollen, sondern weil es meist zu viele Befehle kostet, dahin zu kommen)

Interessant finde ich, dass du die letzten beiden Aufbauten als unspielbar bezeichnest. Der Hauptgrund für den Post war Gelände #1. Dort war das Spiel mit 2 hochgezüchteten Spitfires in der Mitte festgefahren und hat eigentlich den Höhepunkt erreicht. Klar, es waren nur 200 Punkte und damit kann man nicht so viel auf's Feld stellen bzw. die Feuerteams schlucken auch viel Modelle, aber aufgrund der Gegebenheiten waren nach dem Umlegen des Gegners einfach wenig Befehle übrig um den erwürfelten Spielvorteil umzusetzen.

VG,
Thorsten

PS: Wir haben weniger Probleme mit AROs, sondern eher damit, dass der Gegner nicht endgültig stirbt bzw. nach endgültigen Dahinscheiden, zu wenig Befehle übrig bleiben, den Spielvorteil zu nutzen.
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#6
Ja, deine Gedanken finde ich gut. :-) Das würde ich an eurer Stelle wirklich mal ausprobieren.

Infinity spielt sich zu einem Gutteil auf Dächern ab. Ihr habt ggf. das Problem, dass eure Aufstellungszonen zu leer sind und man nicht mal auf den Dächern starten kann, wenn ich nach einigen der Fotos gehen kann.

Mittig positionierte Spitfires mögen keine Rauchgranaten. Da machen sie herzlich wenig und man kann in Ruhe seine Missionsziele erfühlen. Suppressive Fire wird auf kleinen Tischen schnell relativ stark, da man nur schwer Szenarien aufbauen kann, in denen man sie in nachteilige Feuerduelle zwingt. Deswegen habe ich oben auch explizit auf 48*48-Tische und 300-Punkte-Matches verwiesen.

Das bringt mich aber auch zu einer anderen Frage: Spielt ihr auch mit ausreichend Befehlen? D.h. 10 Order Minimum bei 200 Punkten und 15 Order bei 300 Punkten?

Ich frage so doof, weil ich euer Problem zwar mittlerweile zu verstehen glaube, aber denke, dass ein grundlegendes Spielelement bei euch noch ein wenig schief liegt. Das wäre auch vollkommen in Ordnung, da Infinity extrem komplex ist extrem und viele Regelkomplexe selbst erfahrenen Spielern entgehen.

Sich heilende Linkteams können z.B. durchaus nervig sein, aber zwei Boarding Shotgun-Templates eines Hidden Deployment Infiltrators regeln das eigentlich fast immer dauerhaft. Ansonsten hilft der schon genannte Rauch, um dann mit einer Nahkampfeinheit aufräumen.

Wenn ihr natürlich Morats gegen Steel Phalanx spielt, können manche Gefechte ziemlich stumpf sein. Das gebe ich gern zu. :-D
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#7
Bei 300 Punkten sind 15 Order kein Minimum sondern das Maximum.
Bei 200 Punkten sollten es allerdings tatsächlich 8 Befehle oder mehr sein.
--end of line
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#8
Wenn jemand mit dem Eindruck, dass er in seinem Spiel nichts "schafft", hier deswegen einen Thread aufmacht, dann ist es in meinen Augen mehr als legitim, auf die 15 Order zu verweisen.

Und die Zeiten von echtem Limited Insertion sind vorbei. Selbst Armeen mit nur einer Combat Group sind heutzutage fast immer mit 13+ Befehlen unterwegs. Also ja, 15 Order IST Infinity für mich in N4.
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#9
Bezüglich der Geländeproblematik, und die ist mit Ausnahme des ersten Tisches eine, würde ich gern auf einen Teil meines Terrain-Guides verweisen. Dort habe ich einmal versucht, auf englisch, allgemeine Tipps zum Aufbau eines Tisches zu geben. Dies könnte für euch vielleicht interessant sein und ein paar Probleme abstellen.
https://countryside-infinity.blogspot.co...de_22.html

Ansonsten bin ich da in etwa bei Commoner1, würde mich aber auch generell für Beispiellisten interessieren. Eine gelinkte Spitfire ist meiner Erfahrung nach immer eher ein premium-Ziel für eine Mine oder Ähnliches.
Und doch sind wir alle Menschen.

[Bild: pjvtlk42.png]
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#10
Hi,
danke euch! Ja, wir haben üblicherweise 10-15 Befehle dabei + Lieutenant bei 300 Punkten. Bei 200 dann halt entsprechend weniger (aber auch immer 9-10).

Danke auch für den Guide! (schade dass der auf Englisch ist. Wäre schön, sowas auch mal auf Deutsch zu lesen. ^^ Man hat ja sonst im Alltag schon so viel mit Englisch zu tun, da tut es gut, einmal wieder die Muttersprache zu verwenden. ^^ Lese ich mir dennoch auch gern auf Englisch durch. Smile )

Unter dem Strich interpretiere ich eure Antworten so, dass Infinity grundsätzlich schon ein dynamisches mit vielen Bewegungen pro Modell pro Spiel ist. Das heißt, es sollte bei entsprechende Gelände kein Problem sein, dass ein Groß der Modelle die Mittellinie überqueren kann und dies auch regelmäßig tun (trotz der Tatsache, dass die Missionsziele idR mittig positioniert sind). Der taktische Vorteil der Bewegung über die Mittellinie ergibt sich dann aus dem aufgebauten Gelände.

Weiterhin lese ich heraus, dass es idR wenig verschanzte Stellungen gibt, weil das Gelände so zugestellt ist, dass es wenig Möglichkeiten gibt, aus einer festen Position dauerhaft Feuerunterstützung leisten zu können. Verschanzte Feuerteams an strategisch wichtigen Positionen sind die Ausnahme.

Richtig?

Danke & VG,
Thorsten

PS: Zum Thema Rauch: Ja, den nutzen wir auch. Ist leider auch immer ein Risiko, weil die Rauchgranaten auch bei Speculative Fire "treffen" müssen. Hab's auch schon erlebt, dass ich einen großen Teil der Runde damit verbracht habe, Rauchgranaten zu werfen. ^^"
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